Die gegenhundliche Antwort auf folgenden Artikel der Website
www.20min.ch:http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/Website-schockiert-Tierfreunde-12458343Schweizer Artikel schockiert MenschenfreundeMenschen-Killer-Games, verstörende Fotos und schlechter Journalismus: Ein Artikel bringt deutsche Menschenfreunde in Rage
Screenshot 20min.chWenn von PC-gestützter geistiger Krankheit die Rede ist, dürfen auch die Killerspiele nicht weit sein - so zumindest sieht anscheinend die Meinung der hochkarätigen Journalisten von der 20-Minuten-Online-Redaktion aus. Denn auch wenn auf der seriösen Aufklärungsplattfrom "gegenhund.org" nicht ein einziges Spiel aufrufbar ist, so garantiert der Ausdruck "Tier-Killer-Games" in der Kopfzeile die Empörung des Lesers.
Ja, und nicht nur dieser ist empört - auch der Tierschützerin Edith Z., die sich sogar von drei "Hunden" (so nennen die Schweizer Kotsäcke) gleichzeitig umringen lässt, ist die Empörung wie mit dem Glitzischwamm ins Gesicht geschubbert.
Doch was genau ist an dieser Stelle so empörend?
Vielleicht, dass hier drei Border Collies, also absolute Arbeitshunde, die eigentlich draußen in der Einöde irgendwelche Schafherden zusammentreiben möchten, in einem winzigen Büro um die Aufmerksamkeit von "Frauchen" buhlen? Oder doch die Tatsache, dass die werten Journalisten anscheinend nicht einmal auf der Seite unterwegs waren, die sie hier so schamlos anprangern?
Dann wäre ihnen nämlich aufgefallen, dass
1. man Spiele vergeblich sucht, ob nun mit Killerprädikat oder ohne. Angesichts der täglichen Bedohung durch Schadcaniden ist für solchen Zeitvertreib auch keine Zeit. Spielen werden wir, wenn alle Hunde ihren Weg über die Regenbogenbrücke angetreten haben.
2. der "Giftköderlirechner" nur ein soziologisches Experiment ist, hinter dem sich nichts verbirgt. Nach pawlowscher Manier schäumt dem empörungsfreudigen Tierschützer schon das Mäulchen, bevor er den Link überhaupt betätigt - wenn er es denn überhaupt tut. Und in diesem Fall hat er es anscheinend nicht getan. Das nennt sich Qualitätsjournalismus, meine Herren!
Merkwürdigerweise reicht die Empörung allerdings nicht aus, um auch mal tiefer in die Materie einzusteigen - wie wäre es denn gewesen, über die auf der Seite gegenhund.org penibel zusammengetragenen Beißvorfälle mit Hunden zu berichten? Tausende von Opfern, insbesondere Kindern, die für ihr Leben lang traumatisiert und entstellt sind, weil ein Teil der Gesellschaft nicht auf die Haltung gefährlicher Raubtiere verzichten kann. Frech stellt die Redaktion von 20-Minuten auch noch das Bild einer Halterin von gleich drei Hunden in diesen Bericht und verhöhnt damit die Opfer dieses schändlichen Hobbys.
Veterinäre stellen fest: Unzureichend entwurmte Hunde neigen zu mangelhafter InternetrechercheWelche Einstellung 20-Minuten-online generell zu Menschenrechten hat, sieht man ja nun an den zahlreichen Menschen-Killer-Games auf ihrer Seite. (Wir haben zwar keine gefunden, aber es sind sicherlich welche da. So läuft das doch, oder, liebe Journalisten? Wir wollen ja noch was lernen).
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