Basteltipp zur Weihnachtszeit
Jedes Kind liebt Rudolph, das freundliche Rentier mit der roten Nase. Falls Sie nervige Hunde in der Nachbarschaft haben und gerne zusammen mit ihren Kindern basteln, ist diese Idee genau das richtige für Sie!

Schritt 1: Bastelmaterialien
Gebraucht wird:
- Grobe Küchenreibe
- Knochensäge
- Geweih (am besten Natur, Plastik geht zur Not auch)
- Hund

Man kann grundsätzlich jeden langschnäuzigen Hund verwenden, die Illusion wird aber perfekt wenn der Hund ein rehbraunes, kurzes Fell hat. Rassen wie Labrador, Rehpinscher oder auch Rhodesian Ridgeback sind gut geeignet. Wichtig ist, dass das Verhältnis zwischen Hund und Geweih natürlich ist. Ist der Hund nun eingefangen und fixiert, kann es losgehen!
Schritt 2: Geweih anbringen
Wird ein Geweih aus Knochen verwendet, kann man die Enden anspitzen und direkt in den Schädel rammen. Bei Plastikimitaten müssen vorher mit dem Bohrer entsprechend große Löcher gebohrt werden.
Tipp: Scheuen Sie sich nicht, das "Gehirn" des Hundes zu beschädigen. Dieses ist, im Gegensatz zu den Gehirnen anderer Säuger, lediglich eine Fettansammlung und nur dazu gut die Augen des Tieres nach außen zu drücken. Lebenserhaltende Funktionen übernimmt beim Hund ein primitives Strickleiternervensystem, änlich dem einer Schnecke.

Schritt 3: Schwanz kürzen
Achtung: Falls sie einen schon kupierten Hund als Ausgangsmaterial verwenden, hat diesen Schritt schon ein Hundeliebhaber für sie übernommen.
Sägen sie die Rute auf ca. 1/3 bis 1/4 der Gesamtlänge ab. Am besten legt man den Hund dabei auf die Seite und verwendet eine harte Unterlage. Bitte vorsichtlich sägen und auf die Finger aufpassen!
Tipp: Wenn Sie zum ersten mal einen Hunderudolph basteln und sich nicht ganz sicher sind: Denken sie daran, besser zu wenig als zu viel abschneiden! Nachsägen kann man immer, wieder ankleben kann sich schwierig gestalten.

Schritt 4: Die rote Nase
Jetzt kommt der kniffligste, aber auch lustigste Teil der Arbeit. Mit der Raspel muss Nase und die Haut des Oberkiefers vorsichtig abgeraspelt werden. Das rote Fleisch darunter wird von weitem wie eine leuchtende, rote Rentiernase wirken. Wichtig bei diesem Schritt ist die gute Fixierung des Hundes und viel Feingefühl. Je nach Schnauzenlänge min. 5 cm Gewebe entfernen.

... und fertig ist der Weihnachtshund! Glückwusch!!!
Wie bitte? Ihr Rudolph sieht nicht so aus wie in der Bastelvorlage?
Hier die häufigsten Anfängerfehler und wie man sie vermeidet:
Fehler 1: Geweih an der falschen Stelle
Ein kaum rückgänig zu machender Fehler, da bei einer Durchbohrung der inneren Organe der Hund rasch verstirbt. Das Gehirn ist das einzige Organ des Hundes, bei dem selbst massive Verletzungen keinerlei Einfluss auf die Lebenserwartung oder gar das Verhalten des Tieres haben.
Diesen Fehler können sie vermeiden, indem sie den Hund wirklich fest fixieren und beim Ausholen genau zielen. Am besten vorher einige Male üben, damit beim Basteln mit den Kindern nix schief läuft.
Fehler 2: Zuviel geraspelt
Passiert oft im Eifer des Gefechts. Ebenfalls ein Fehler, der nicht mehr Rückgängig gemacht werden kann. Also: Beim raspeln langsam und überlegt vorgehen, immer mal wieder einige Schritte zurückgehen und die Arbeit von weitem betrachten und dabei die Proportionen beachten. Eine perfekte Rudolphnase nimmt etwa 1/3 der Gesamtschnauzenlänge ein.
Fehler 3: Ungezügelter Hundehass
Schnell hat man die Kontrolle verloren und schlägt und sägt wahllos auf das Qualgezücht ein. Macht zwar Spaß, aber liefert keine brauchbaren, dekorativen Ergebnisse. Unser Gegenhund-Tipp: Einfach mehrere Hunde auftreiben, dann kann man sich solche Aktionen erlauben.
