Sulawesi: Ein kleiner Reisebericht aus dem Paradies
Hier zeigt sich ein beredtes Beispiel für eine Gesellschaft, die, jedweder Vermenschlichung des Hundes abhold gehend, einen natürlichen Umgang mit Flora und Fauna lebt.
Zitat:
Der Markt des Städtchens Tomohon ist nichts für zart Besaitete: Die gerösteten Hunde "stammen nicht von der Straße, sondern von der Zuchtfarm", versichert der Verkäufer. Riesige Papayas und Melonen sprengen die üblichen Größennormen.
Er zeigt auf Bohnen und Tomaten, die zwischen den Bananenstauden wachsen. Kohlköpfe gedeihen prächtig zwischen Zimt und Papaya ... Kokosmark... Auch Kaffee, Tee, Tabak, Vanille und verschiedene Reissorten gehören zum Angebot...
Es sind die Wasserfälle und Höhlen, das angenehme Klima und die freundlichen Menschen..
Die Familie sei wohlhabend. Es würden daher etwa 30 Wasserbüffel und 200 Schweine geopfert...
Quelle
Unverfälscht und rein ordnet sich die Schöpfung selbst und zum Wohle aller, so der Mensch sich nicht, gottgleich, mit den mangelhaften Interpretationen dessen was er mit seinen verkümmerten Sinnen wahr zu nehmen meint, dieser alles ordnenden Kraft aus dem Urgrund allen Seins in den Weg stellt.

Fremd und unwirklich, gar störend und zerstörend wirken in diesem Bild Vorstellungen von Hunden als Familienmitgliedern, als Therapievehikel für in Großstädten vereinsamte Menschen. Absurd wirken hier zivilisatorische Attitüden wie veganes Leben und die menschenverachtenden Protestaktionen tunnelblickender SoTies auf dem grauen Asphalt deutscher Fußgängerzonen. Nachgrade irre und extrem fehlgeleitet kommen einem, angesichts dieser natürlichen, menschlichen Gesellschaft, die völlig überreizten, westlichen Zivilisationsextreme in Form von Internetportalen der Marken 'vegane Katzen' oder 'RegenbogenbrückeTiergedenkstätte' vor.

Mitnichten predige ich einer Bewegung 'Deutschland zurück in die Spätsteinzeit' das Wort, noch rufe ich zum Aussteigertum auf, unsereins käme, mit seinen egoisch geprägten Gedankenkonzepten des immer – regulieren – und – bestimmen - wollens, in dieser sich harmonisch den Wellen und Wogen der Natur anvertrauenden Gesellschaft, wohl schnell an seine Grenzen.
Aber zum Nachdenken und zur Reflexion möge uns der Bericht über die Lebensart dieser Gesellschaft dienen.
Reflexionen über eine Art zu leben die in Harmonie mit der Natur, oder besser: durchdrungen von natürlicher Harmonie, im
Augenblick verhaftet ist und die Dinge wahrnimmt wie sie
jetzt sind. Statt sich über die möglichen Unsicherheiten der privaten Altersvorsorge in dreißig Jahren den Kopf zu zergrübeln, erfreuen sich diese Menschen am Anblick des heranwachsenden, zukünftigen Schlachthundes oder der Papaya im Moment des Hinsehens also im Moment
der Erfahrung selbst.
Dem Menschenfreund ist solcherart Wahrnehmung wesenseigen, hat er doch gelernt, mitunter schmerzlich, seine Meinung entgegen der gesellschaftlichen Konditionierung herauszubilden. Kein Menschenfreund der nicht die Einsamkeit erfahren hat, als er aus dem über Generationen gestalteten gesellschaftlichen Wahrnehmungsmuster austrat und neu zu sehen lernte.
Durch die Neueinordnung des Hundes zu Schlacht- und Schächtvieh, durch das Nichtakzeptierens der seit Jahrhunderten durch Köterkot verdreckten Bürgersteige unserer Städte, durch das kompromisslose Eintreten für die Opfer von Beißattacken hat der Menschenfreund seine Sicht und Denke frisch und frei gehalten.
Desweiteren möge der Bericht einladen zum Nachdenken über die Qualität des eigenen Denkens und die Quantität der eigenen immer gleichen Gedanken.
Wo der SoTie, seiner Denksucht entsprechend, repetativ 'Tierrechte, Tierrechte, Tierrechte' denkt und so immer stärkere Synapsenstränge im Gehirn bildet und entsprechend unflexibel in Wahrnehmung und Interpretation derselben wird, pflegt der Menschenfreund einen klaren, frischen Blick auf die Dinge und Umstände welche direkt vor ihm liegen.
Einem Menschenfreund fällt auf, dass die dachshündige Kotpumpe der Nachbarin im vergangenen Jahr deutlich grauer im Bauchfell geworden ist und der Menschenfreund registriert die damit einhergehende Traurigkeit der greisen KSH. Von menschenwürdiger Sittlichkeit geprägt sucht er das Gespräch und findet schnell heraus, dass die Dame sich Sorgen über das bevorstehende Ableben des einzigen Lebewesens in ihrer unmittelbaren Umgebung macht. Er findet raus, dass diese Dame in den letzten sechs Monaten von keinem ihrer Enkel besucht und in den Arm genommen wurde, dass ihre Kinder statt sich mal nur um sie zu kümmern, nur noch über ihre Probleme reden, dass die Dame vor Jahren zum allerletzten Mal einen Kuß auf die Wange bekommen hat.
Und der Menschenfreund spendet Trost und bietet seine Hilfe an wo der SoTie keine Zeit und keinen Sinn mehr für seine Mitmenschen hat, weil er vor Peek und Cloppenburg gegen Pelzmäntel demonstrieren muß.
So möge dieser kleine Bericht aus dem Paradies dem Menschenfreund als Bestätigung und Ansporn für sein Tun dienen, dem KSH und SoTie hingegen möge er die Augen öffnen ob der selbstverursachten, menschenfeindlichen und unrealistischen Verirrungen in die ihn seine Ideologie gestürzt hat.